U18-Festgeld-Glossar: Anlagebegriffe einfach erklärt
Laufzeit, Thesaurierung, Zinstreppe: Beim Festgeld für Kinder begegnen Eltern vielen Fachbegriffen. Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe in wenigen Sätzen erklärt.
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Abgeltungsteuer
Steuer auf Zinsen und andere Kapitalerträge von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bis zum Sparer-Pauschbetrag fällt sie nicht an.
Anlagebetrag
Summe, die für die gesamte Laufzeit fest angelegt wird. Eine Erhöhung während der Laufzeit ist meist nicht möglich.
Einlagensicherung
Gesetzlicher Schutz für Guthaben bei Banken in der EU: bis 100.000 € pro Person und Bank. Zuständig ist das Land, in dem die Bank ihren Sitz hat.
Festgeld
Geldanlage mit fester Laufzeit und garantiertem Zinssatz. Während der Laufzeit ist das Geld gebunden.
Freistellungsauftrag
Auftrag an die Bank, Zinsen bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr ohne Steuerabzug auszuzahlen. Das gilt auch für Kinder.
Kündigung
Festgeld lässt sich während der Laufzeit in der Regel nicht kündigen. Manche Banken machen in Notfällen Ausnahmen.
Laufzeit
Zeitraum, für den das Geld fest angelegt wird, zum Beispiel ein, drei oder fünf Jahre.
Mindestanlage
Kleinster Betrag, den eine Bank für ein Festgeld annimmt, je nach Bank zum Beispiel 1.000 €, 2.500 € oder 5.000 €.
NV-Bescheinigung
Nichtveranlagungsbescheinigung des Finanzamts. Sie stellt Kapitalerträge über den Sparer-Pauschbetrag hinaus steuerfrei, wenn das Einkommen unter dem Grundfreibetrag liegt.
PostIdent
Identitätsprüfung der Deutschen Post, in der Filiale oder per Video. Banken nutzen sie bei der Kontoeröffnung.
Prolongation
Automatische Verlängerung eines Festgeldes am Ende der Laufzeit. Ob und wie sie erfolgt, legt jede Bank selbst fest.
Referenzkonto
Girokonto, auf das das Geld am Ende der Laufzeit zurückfließen kann. Es wird bei der Eröffnung festgelegt.
Sorgeberechtigte
Personen, die rechtlich für ein Kind verantwortlich sind, meist beide Eltern. Sie eröffnen das Festgeld und müssen in der Regel gemeinsam zustimmen.
Sparbrief
Festverzinsliche Geldanlage, die dem Festgeld sehr ähnlich ist. Die Begriffe werden oft gleich verwendet.
Sparer-Pauschbetrag
Freibetrag für Kapitalerträge von 1.000 € pro Person und Jahr, auch für Kinder.
Tagesgeldkonto
Sparkonto mit täglicher Verfügbarkeit. Viele Banken setzen es als Verrechnungskonto für das Festgeld voraus.
Thesaurierung
Die Zinsen werden nicht ausgezahlt, sondern dem Festgeld gutgeschrieben und weiter verzinst.
U18 Festgeld
Festgeld auf den Namen eines Kindes oder Jugendlichen unter 18 Jahren, das von den Eltern eröffnet und verwaltet wird.
VideoIdent
Identitätsprüfung per Videochat mit Ausweis. Sie dauert meist nur wenige Minuten.
Zinseszins
Zinsen, die auf bereits gutgeschriebene Zinsen gezahlt werden. Beim Festgeld entsteht er, wenn die Zinsen jährlich gutgeschrieben und mitverzinst werden.
Zinsgutschrift
Zeitpunkt, an dem die Bank die Zinsen gutschreibt: jährlich oder gesammelt am Ende der Laufzeit.
Zinssatz p. a.
„p. a.“ steht für per anno, also pro Jahr. Beim Festgeld gilt der Zinssatz unverändert für die gesamte Laufzeit.
Zinstreppe
Aufteilung eines Betrags auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten. So wird regelmäßig ein Teil frei.