Betrug mit Festgeld: So erkennen Sie gefälschte Angebote

Betrüger nutzen das Interesse an guten Zinsen aus. Sie bauen Websites echter Banken nach oder geben sich als Vermittler aus. Das Geld ist dann meist verloren. Mit ein paar Prüfschritten schützen Sie sich.

Die Masche

Über Anzeigen, nachgebaute Vergleichsseiten oder Anrufe werden Festgeld-Angebote mit auffällig hohen Zinsen beworben. Wer Interesse zeigt, erhält Unterlagen, die echt wirken, oft mit Namen und Logo einer bekannten Bank. Am Ende soll das Geld auf ein Konto überwiesen werden, das nicht der Bank gehört. Die Einlagensicherung hilft dann nicht, denn bei einer Bank ist nie Geld angekommen.

Warnzeichen

  • Zinsen deutlich über dem, was seriöse Banken für dieselbe Laufzeit zahlen
  • Zeitdruck: Das Angebot gelte nur noch heute
  • Kontakt per Telefon, Messenger oder über eine private E-Mail-Adresse
  • Überweisung auf ein Konto im Ausland oder auf den Namen einer Privatperson
  • Keine Legitimation per VideoIdent oder PostIdent vor der Kontoeröffnung

So prüfen Sie Bank und Angebot

Kontrollieren Sie die Adresse der Website genau und rufen Sie die Bank über die Telefonnummer aus ihrem offiziellen Impressum an, nicht über eine Nummer aus der Werbung oder der E-Mail. In der Unternehmensdatenbank der BaFin sehen Sie, ob ein Institut in Deutschland Bankgeschäfte betreiben darf. Die BaFin veröffentlicht außerdem Warnungen vor bekannten Betrugsseiten.

Bei Kinderkonten besonders wichtig

Ein echtes Festgeld für Ihr Kind eröffnen Sie immer selbst direkt bei der Bank. Die Legitimation beider Sorgeberechtigten und die Geburtsurkunde gehören dazu. Wer anbietet, die Eröffnung „ganz unkompliziert“ für Sie zu erledigen, oder das Geld auf ein anderes Konto überwiesen haben möchte, ist verdächtig.

Wenn Sie betroffen sind

  1. 1Bank sofort informierenBitten Sie Ihre Bank, die Überweisung zurückzurufen. Je schneller Sie handeln, desto größer die Chance.
  2. 2Anzeige erstattenBei der Polizei, in vielen Bundesländern auch online über die Internetwache.
  3. 3Unterlagen sichernSpeichern Sie E-Mails, Verträge, Überweisungsbelege und die Adressen der Websites.
  4. 4Daten im Blick behaltenHaben Sie Ausweiskopien oder Passwörter weitergegeben, ändern Sie Passwörter und melden Sie den möglichen Missbrauch Ihrer Daten bei der Anzeige mit.
Gut zu wissen

Seit Oktober 2025 prüfen Banken bei jeder Überweisung, ob Name und IBAN des Empfängers zusammenpassen. Erscheint ein Warnhinweis, brechen Sie die Überweisung ab und prüfen Sie den Empfänger.

Fazit

Seriöse Festgeld-Angebote erkennen Sie an realistischen Zinsen, einer Legitimation vor der Eröffnung und einer Überweisung auf ein Konto bei der Bank selbst. Im Zweifel hilft die Unternehmensdatenbank der BaFin. Alle Angebote in unserem Vergleich stammen von Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung.

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