Das Grundprinzip des Zinseszinses
Beim Zinseszins werden nicht nur auf das ursprüngliche Kapital Zinsen berechnet, sondern auch auf die bereits gutgeschriebenen Zinsen der Vorperioden. Aus einer linearen Verzinsung wird so exponentielles Wachstum – ein Effekt, der umso stärker wirkt, je länger das Geld angelegt bleibt.
Für Kinderkonten ist das besonders relevant: Wer ab der Geburt spart, hat bis zu 18 Jahre Zeit, den Effekt arbeiten zu lassen. Selbst bei moderaten Zinssätzen summiert sich der Unterschied zu einer einfachen Verzinsung auf mehrere hundert Euro.
Festgeld + Wiederanlage = Zinseszins
Beim Festgeld werden die Zinsen am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Der Zinseszins-Effekt entsteht durch konsequente Wiederanlage: Am Laufzeitende legen Sie Kapital plus Zinsen erneut als Festgeld an. So wird der Zinsertrag zum Teil des neuen Anlagebetrags.
Im Vergleich zum Tagesgeld, wo die Zinsgutschrift automatisch monatlich oder jährlich erfolgt, erfordert der Zinseszins beim Festgeld eine aktive Entscheidung zur Wiederanlage. Dafür profitieren Sie von einem garantierten Zinssatz pro Periode – beim Tagesgeld kann der Zins zwischen den Gutschriften sinken.
Konkrete Berechnung mit dem U18-Festgeld
Angenommen, Sie legen 5.000 € auf dem U18-Festgeldkonto an und wählen jeweils 12-Monats-Laufzeiten mit Wiederanlage bei gleichbleibendem Zinssatz von 2,75% p.a.:
Nach 1 Jahr: 5.000 € × 1,026 = 5.130 € (Zinsertrag: 130 €)
Nach 3 Jahren: 5.000 € × 1,026³ = 5.398 € (Zinsertrag: 398 €, davon 8 € Zinseszins)
Nach 5 Jahren: 5.000 € × 1,026⁵ = 5.684 € (Zinsertrag: 684 €, davon 34 € Zinseszins)
Nach 10 Jahren: 5.000 € × 1,026¹⁰ = 6.462 € (Zinsertrag: 1.462 €, davon 162 € Zinseszins)
Nach 18 Jahren: 5.000 € × 1,026¹⁸ = 7.925 € (Zinsertrag: 2.925 €, davon 585 € reiner Zinseszins)
Ohne Wiederanlage (einfache Verzinsung) hätten Sie nach 18 Jahren nur 7.340 € – der Zinseszins bringt also 585 € zusätzlichen Ertrag, ohne dass Sie einen Cent extra einzahlen.
Vergleich: Wiederanlage vs. Auszahlung
Die Entscheidung zwischen Wiederanlage und Auszahlung der Zinsen hängt von Ihrer Strategie ab:
Wiederanlage empfiehlt sich, wenn das Sparziel langfristig ist (z.B. Führerschein oder Studium) und Sie den maximalen Endbetrag erzielen möchten. Der Zinseszins arbeitet umso stärker, je mehr Kapital im Topf bleibt.
Auszahlung kann sinnvoll sein, wenn Sie die Zinserträge für laufende Ausgaben nutzen möchten oder den Sparerpauschbetrag des Kindes jährlich optimal ausschöpfen wollen, um Steuern zu sparen.
Strategien zur Maximierung
Möglichst früh beginnen: Eine Geldanlage ab Geburt nutzt die volle Laufzeit von 18 Jahren. Der Unterschied zwischen Start ab Geburt und Start ab 6 Jahren kann bei 5.000 € Einmalanlage über 300 € betragen.
Kürzere Laufzeiten für häufigere Wiederanlage: 12-Monats-Festgeld ermöglicht jährliche Wiederanlage und damit einen schnelleren Zinseszinsrhythmus als 36-Monats-Festgeld. Prüfen Sie die aktuellen Laufzeiten und Zinssätze, um die beste Kombination zu finden.
Freistellungsauftrag einrichten: Ohne Freistellungsauftrag werden 25% Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag abgezogen – das schmälert den Wiederanlagebetrag und damit den Zinseszins-Effekt erheblich.
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