Sparen für Kinder
14. April 2026 · 8 Min. Lesezeit · Von Marcel Czeranski

Führerschein-Sparplan mit Festgeld: So steht das Geld pünktlich bereit

Der Führerschein gehört zu den größten Ausgaben im jungen Erwachsenenleben. Mit einer gezielten Festgeldanlage sorgen Sie dafür, dass zum 18. Geburtstag genug Kapital da ist – ohne Stress.

Realistische Kosten des Führerscheins 2026

Die Gesamtkosten für den PKW-Führerschein (Klasse B) variieren je nach Region und Fahrschule erheblich. Durchschnittlich sollten Sie mit folgenden Posten kalkulieren:

Die Anmeldegebühr der Fahrschule liegt zwischen 200 und 400 €. Der theoretische Unterricht kostet weitere 200 bis 350 €. Die regulären Fahrstunden (typischerweise 25–35 Stück) schlagen mit 1.200 bis 2.800 € zu Buche – hier gibt es die größten regionalen Unterschiede. Hinzu kommen die zwölf Pflichtsonderfahrten für ca. 600–900 €, die Prüfungsgebühren von insgesamt 300–400 € sowie Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und Passfotos für etwa 100 €.

Gesamtbudget: In Großstädten wie München oder Hamburg realistisch 3.500–4.500 €, in ländlichen Regionen 2.500–3.500 €. Wir rechnen im Folgenden konservativ mit 3.500 €.

Festgeld als ideales Sparinstrument

Warum eignet sich Festgeld besonders gut für das Führerschein-Sparziel? Der Zeitpunkt steht fest: Mit 17 kann Ihr Kind den Antrag stellen, mit 18 ist der Führerschein da. Diese Planbarkeit passt perfekt zur Festgeldlogik – Sie wissen genau, wann das Geld gebraucht wird, und legen es entsprechend an.

Im Gegensatz zum Tagesgeld, wo sinkende Zinsen Ihre Kalkulation zunichte machen können, steht der Ertrag beim Festgeld von Anfang an fest. Und im Vergleich zu ETF-Sparplänen gibt es kein Risiko, dass ausgerechnet zum Stichtag die Börse einbricht.

Rechenbeispiele nach Einstiegsalter

Die folgenden Berechnungen zeigen, welche Einmalanlage bei 2,75% p.a. nötig ist, um zum 18. Geburtstag 3.500 € verfügbar zu haben – jeweils unter Annahme einer rollierenden Wiederanlage zu gleichbleibenden Konditionen:

Anlage ab Geburt (18 Jahre Laufzeit): Eine Einmalanlage von ca. 2.200 € wächst bei 2,75% p.a. mit Wiederanlage auf rund 3.500 €. Der Zinsertrag beträgt ca. 1.300 €.

Anlage ab 6 Jahren (12 Jahre): Benötigte Einmalanlage ca. 2.560 €. Der Zinsertrag liegt bei ca. 940 €.

Anlage ab 12 Jahren (6 Jahre): Einmalanlage ca. 3.000 €. Zinsertrag ca. 500 €.

Anlage ab 15 Jahren (3 Jahre): Einmalanlage ca. 3.240 €. Zinsertrag ca. 260 €.

Je früher Sie starten, desto stärker arbeitet der Zinseszins für Sie. Selbst wer erst mit 12 beginnt, spart über 500 € an Zinsen – das entspricht mehreren Fahrstunden.

Strategie: Die Festgeld-Leiter

Statt den gesamten Betrag in eine einzige Laufzeit zu stecken, können Sie eine sogenannte Festgeld-Leiter aufbauen. Das Prinzip: Sie verteilen das Kapital auf mehrere Festgeldanlagen mit gestaffelten Laufzeiten.

Beispiel für ein 12-jähriges Kind mit 3.000 € Startkapital: 1.000 € auf 12 Monate anlegen (steht nach einem Jahr zur Wiederanlage bereit), 1.000 € auf 24 Monate, 1.000 € auf 36 Monate. Nach jedem Ablauf wird zu den dann aktuellen Konditionen erneut angelegt – so profitieren Sie sowohl von Zinssicherheit als auch von der Möglichkeit, bei steigenden Zinsen umzuschichten.

Steuerfreie Zinsen durch Kinderfreibetrag

Da das Festgeldkonto auf den Namen des Kindes läuft, können Sie den Sparerpauschbetrag des Kindes nutzen. Bis zu 1.000 € Zinserträge pro Jahr bleiben steuerfrei – bei den genannten Anlagebeträgen wird dieser Freibetrag in der Regel nicht einmal ausgeschöpft. Richten Sie trotzdem vorsorglich einen Freistellungsauftrag ein.

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Marcel Czeranski
Über den Autor Marcel Czeranski

Marcel ist U18-Finanzexperte und hilft Eltern dabei, die beste Festgeldanlage für ihre Kinder zu finden. Er vergleicht Festgeld- und Sparkonten für Minderjährige und erklärt komplexe Finanzthemen verständlich und praxisnah.