Was ist ein Jugend-Festgeld – und wann lohnt es sich?
Ein Jugend-Festgeld ist ein Festgeldkonto, das auf den Namen eines Minderjährigen läuft: Sie legen einen festen Betrag für eine feste Laufzeit an und erhalten dafür einen Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit garantiert ist. Anders als beim Sparbuch oder Tagesgeld kann die Bank den Zins zwischendurch nicht senken – was am Anlagetag vereinbart wird, gilt bis zur Fälligkeit. Wie das Prinzip generell funktioniert, erklären wir ausführlich im Ratgeber Festgeld für Kinder.
Für Jugendliche zwischen 12 und 17 ist die Ausgangslage dabei oft eine andere als bei Kleinkindern: Es geht nicht mehr um die ersten 50 € vom Opa, sondern um Beträge, die sich über Jahre angesammelt haben – Geldgeschenke zu Konfirmation, Kommunion oder Jugendweihe, gespartes Taschengeld und Kindergeld, dazu vielleicht der erste Lohn aus einem Ferienjob. Da kommen schnell 2.500 € oder mehr zusammen, die auf einem unverzinsten Girokonto schlicht an Kaufkraft verlieren.
Genau dann lohnt sich das Jugend-Festgeld: ab einem Guthaben von 2.500 € (der Mindestanlage beim U18-Festgeld der Renault Bank direkt), das in den nächsten ein bis fünf Jahren verlässlich nicht gebraucht wird. Der Teil des Ersparten, der flexibel bleiben soll – etwa für das neue Fahrrad oder das Smartphone – gehört dagegen weiterhin auf ein Tagesgeldkonto.
Jugend-Tagesgeld oder Jugend-Festgeld?
Beide Kontoarten ergänzen sich, ersetzen sich aber nicht. Das Jugend-Tagesgeld ist das flexible Alltagskonto: täglich verfügbar, ohne Mindestanlage und ideal, um per Dauerauftrag Monat für Monat weiterzusparen – alles Wissenswerte dazu finden Sie auf unserem Schwesterportal u18tagesgeld.de. Das Jugend-Festgeld ist der Renditebaustein: Es nimmt eine Einmalanlage entgegen und zahlt dafür höhere, feste Zinsen.
| Jugend-Tagesgeld | Jugend-Festgeld | |
|---|---|---|
| Zinssatz | variabel, kann jederzeit sinken | fest garantiert – aktuell bis zu 3,00% p.a. |
| Verfügbarkeit | täglich | erst zum Laufzeitende |
| Monatlich besparbar | ✅ Ja, ideal für Sparpläne | ❌ Nein, reine Einmalanlage |
| Mindestanlage | keine | 2.500 € |
| Geeignet für | Taschengeld, laufendes Sparen, Notgroschen | angesammeltes Guthaben, Geldgeschenke, Ferienjob-Lohn |
Die Faustregel: Monatliches Sparen läuft über das Tagesgeld, größere Beträge ab 2.500 € wandern ins Festgeld. Den ausführlichen Vergleich beider Kontoarten mit Rechenbeispielen finden Sie unter Festgeld vs. Tagesgeld.
🔒 Renault Bank U18-Festgeldkonto
Bis zu 3,00% feste Zinsen p.a. je nach Laufzeit – kostenlos, auf den Namen Ihres Kindes und mit EU-Einlagensicherung bis 100.000 €.
Zum Testsieger → * Affiliate-Link – für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.Die Staffelzinsen: 1 bis 5 Jahre Laufzeit
Beim U18-Festgeld der Renault Bank direkt steigt der Zinssatz mit der Laufzeit – je länger das Geld angelegt bleibt, desto mehr bringt es. Die Zinsen werden jährlich zum Jahresende gutgeschrieben, auf Wunsch direkt auf das Festgeldkonto. Dann verzinsen sich die Zinsen im Folgejahr mit – der klassische Zinseszins-Effekt.
| Laufzeit | Zinssatz p.a. | Aus 2.500 € werden* |
|---|---|---|
| 1 Jahr | 2,75% | 2.569 € |
| 2 Jahre | 2,85% | 2.645 € |
| 3 Jahre | 2,90% | 2.724 € |
| 4 Jahre | 2,95% | 2.808 € |
| 5 Jahre | 3,00% | 2.898 € |
* Endbetrag bei jährlicher Zinsgutschrift auf das Festgeldkonto (Zinseszins), auf volle Euro gerundet. Zinssätze: aktuelle Konditionen der Renault Bank direkt.
Wichtig zu wissen: Der einmal vereinbarte Zinssatz gilt für die gesamte Laufzeit – auch wenn das allgemeine Zinsniveau in der Zwischenzeit fällt. Welche Laufzeit generell wann sinnvoll ist, zeigt unser Laufzeiten-Vergleich.
Strategie: Laufzeit passend zum 18. Geburtstag
Bei Jugendlichen bietet sich eine Strategie an, die es bei kleinen Kindern so nicht gibt: die Laufzeit exakt auf die Volljährigkeit zulaufen zu lassen. Das Geld wird genau dann frei, wenn Ihr Kind es wirklich braucht – für den Führerschein, den Auslandsaufenthalt, die erste eigene Wohnung oder den Studienstart.
Ein Beispiel: Ihre Tochter ist 15, zur Konfirmation sind zusammen mit dem angesparten Taschengeld 3.000 € zusammengekommen. Sie wählen die Laufzeit von 3 Jahren zu aktuell 2,90% p.a. – bei jährlicher Zinsgutschrift auf das Festgeldkonto stehen zum 18. Geburtstag rund 3.269 € bereit. Das sind etwa 269 € Zinsertrag, ohne Risiko und ohne dass jemand unterwegs in Versuchung gerät, das Geld anzutasten. Wie viel bei Ihrem Betrag und Ihrer Wunsch-Laufzeit zusammenkommt, können Sie mit unserem Festgeld-Rechner in Sekunden selbst durchrechnen.
| Alter des Kindes | Passende Laufzeit | Zinssatz p.a. | Geld verfügbar |
|---|---|---|---|
| 13 Jahre | 5 Jahre | 3,00% | zum 18. Geburtstag |
| 14 Jahre | 4 Jahre | 2,95% | zum 18. Geburtstag |
| 15 Jahre | 3 Jahre | 2,90% | zum 18. Geburtstag |
| 16 Jahre | 2 Jahre | 2,85% | zum 18. Geburtstag |
| 17 Jahre | 1 Jahr | 2,75% | zum 18. Geburtstag |
Ein angenehmer Nebeneffekt der langen Laufzeiten: Die Zinserträge bleiben dank des eigenen Sparerpauschbetrags von 1.000 € pro Jahr, der Ihrem Kind selbst zusteht, in aller Regel komplett steuerfrei – ein Freistellungsauftrag genügt.
Die Zinstreppe: flexibel trotz fester Laufzeit
Wer sich nicht auf eine einzige Laufzeit festlegen möchte, teilt den Betrag auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten auf. Da jede Anlage mindestens 2.500 € betragen muss, funktioniert diese Aufteilung ab 5.000 € mit zwei Tranchen, ab 7.500 € mit dreien. Die sogenannte Zinstreppe sorgt dafür, dass regelmäßig ein Teil des Geldes fällig wird – Ihr Kind kommt gestaffelt an sein Erspartes, und frei werdende Beträge können jeweils zum dann aktuellen Zins neu angelegt werden.
Für einen 13-Jährigen mit 7.500 € Ersparnis hieße das etwa: je 2.500 € für 3, 4 und 5 Jahre – mit 16 wird die erste Tranche frei (Moped, Führerschein ab 17), mit 17 die zweite, mit 18 die dritte. Wie Sie Laufzeiten optimal kombinieren, zeigt unser Ratgeber zu den Laufzeiten.
Was passiert mit 18?
Mit dem 18. Geburtstag geht das Konto automatisch auf Ihr Kind über – es ist dann allein verfügungsberechtigt, die elterliche Verwaltung endet. Das ist keine Formalie, sondern rechtlich zwingend: Das Geld auf einem Kinderkonto gehört von Anfang an dem Kind, nicht den Eltern.
Ein laufendes Festgeld wird davon nicht berührt: Es läuft zu unveränderten Konditionen bis zur Fälligkeit weiter, der garantierte Zinssatz bleibt bestehen. Zum Laufzeitende landen Anlagebetrag und Zinsen automatisch auf dem Tagesgeldkonto – sofern Ihr (dann volljähriges) Kind nicht rechtzeitig eine Verlängerung, die sogenannte Prolongation, wählt. Das ist zwischen 35 Tagen und 2 Bankarbeitstagen vor Fälligkeit möglich.
So eröffnen Sie das Jugend-Festgeld
Eine Besonderheit sollten Sie kennen: Das U18-Festgeld der Renault Bank direkt setzt ein U18-Tagesgeldkonto bei derselben Bank voraus – es dient als Referenzkonto, über das Einzahlung und spätere Auszahlung laufen. Wer noch kein Kinderkonto hat, eröffnet also zunächst das Tagesgeld und im selben Zug das Festgeld. Wie das grundsätzlich abläuft und welche Unterlagen Sie brauchen, erklären wir Schritt für Schritt unter Kinderkonto eröffnen und in der detaillierten Anleitung zur Kontoeröffnung.
Wichtig bei Jugendlichen wie bei kleinen Kindern: Das Konto läuft auf den Namen des Kindes, und beide Sorgeberechtigten müssen der Eröffnung zustimmen und sich legitimieren. Die Einlagen sind über die französische Einlagensicherung FGDR mit bis zu 100.000 € pro Kunde geschützt – nach derselben EU-Richtlinie wie bei deutschen Banken, Details in unserem Ratgeber zur Einlagensicherung.
Renault Bank U18-Festgeldkonto Bewertung
Häufige Fragen zum Jugend-Festgeld
Ab welchem Alter ist ein Jugend-Festgeld möglich?
Das U18-Festgeldkonto kann für Kinder und Jugendliche jeden Alters bis zum 18. Geburtstag eröffnet werden – die Eröffnung übernehmen die Sorgeberechtigten gemeinsam. Auch für einen 17-Jährigen lohnt sich also noch ein Festgeld mit einem Jahr Laufzeit. Voraussetzung ist ein U18-Tagesgeldkonto bei der Renault Bank direkt, das als Referenzkonto dient.
Was ist der Unterschied zum Jugend-Tagesgeld?
Das Jugend-Tagesgeld ist täglich verfügbar, variabel verzinst und lässt sich monatlich besparen – ideal für Taschengeld und laufende Sparraten. Das Jugend-Festgeld nimmt eine Einmalanlage ab 2.500 € für ein bis fünf Jahre entgegen und zahlt dafür feste Zinsen von aktuell bis zu 3,00% pro Jahr, garantiert für die gesamte Laufzeit.
Kann mein Kind vorzeitig an das Geld?
Nein, eine vorzeitige Verfügung ist beim Festgeld grundsätzlich nicht vorgesehen – der Betrag ist bis zum Laufzeitende gebunden. Legen Sie deshalb nur Geld fest an, das sicher entbehrlich ist, und halten Sie eine flexible Reserve auf dem Tagesgeldkonto vor.
Was passiert am 18. Geburtstag?
Mit der Volljährigkeit geht das Konto automatisch auf Ihr Kind über, das dann allein darüber verfügt. Ein laufendes Festgeld läuft zu unveränderten Konditionen bis zur Fälligkeit weiter – der vereinbarte Zinssatz bleibt bis zum Ende der Laufzeit garantiert.
Reichen auch weniger als 2.500 €?
Nein, die Mindesteinlage für das U18-Festgeld beträgt 2.500 €. Liegt das Ersparte darunter, ist das U18-Tagesgeld die richtige Wahl: Es hat keine Mindestanlage, wird ebenfalls verzinst und lässt sich monatlich weiter besparen, bis die Festgeld-Schwelle erreicht ist.
Fazit: Feste Zinsen für die letzten Jahre vor 18
Gerade bei Jugendlichen ist das Jugend-Festgeld oft die passendste Anlageform: Das Ersparte ist bereits da, der Anlagehorizont bis zur Volljährigkeit ist klar begrenzt, und für Aktien oder ETFs sind drei bis fünf Jahre schlicht zu kurz. Feste Staffelzinsen von bis zu 3,00% p.a., die Laufzeit punktgenau zum 18. Geburtstag und die Einlagensicherung bis 100.000 € machen das Konzept rund.
Unsere Empfehlung: Guthaben ab 2.500 €, das bis zur Volljährigkeit nicht gebraucht wird, ins Festgeld – die flexible Reserve und alle monatlichen Sparraten aufs U18-Tagesgeld. So arbeitet das Geld Ihres Teenagers sicher, planbar und ohne dass Sie sich um irgendetwas kümmern müssen.
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